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Jahrhunderlelang haben die tibetanischen Nomaden die Yaks in hohen Ehren gehalten.  Die Legenden erzählen, dass der Guru Rimpoche  den ersten Yak zähmte.

Die Yaks liefern den Tibetanern die Milch für ihren "Chhurpi", ein sehr beliebter Käse, sowie für die Butter, die zum niemals fehlenden Tee benutzt wird, und auch für die Lampen in den Klöstern.

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Nachdem das Fell der Yak zu Chara-Filz verarbeitet worden ist, wird es im Winter dazu benutzt, die Zelte auszukleiden oder um Taschen und Decken herzustellen.

Die Faser wird gesponnen und zu Seilen verarbeitet, während die Schwänze seit eh und je in den Andachtübungen sowohl der Buddhisten als auch der Hinduisten benutzt werden.  

Aus der Haut des Yaks werden Sohlen für die Stiefel hergestellt, während das Herz und das Fleisch in der tibetanischen Küche zum Einsatz kommen.

In der Tradition der Nomaden wird kein Teil des Tieres verschwendet und sogar der Kot findet in weitem Maß Nutzung als Brennstoff.  Er wird zu diesem Zweck in kleinen Tafeln getrocknet, die an den Wänden fast aller tibetanischen Häuser zu sehen sind.

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Man schätzt, dass bis vor fünfzig Jahren die Anzahl der auf dem Hochland Tibets lebenden Wildyaks (Bos motus) eine Million erreichte. Heute droht der Wildyak auszusterben und es ist ein seltenes Glück, wenn man auch nur eins dieser großartigen schwarzen Rinder mit den langen und spitzen Hörnern zu sehen bekommt, mit seinem Gewicht, das eine Tonne erreichen kann, und einer Widerristhöhe möglicherweise von über 1,80 m.

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Die Anzahl der Yaks im Tibet hat sich aufgrund der stärkeren Nachfrage für ihr Fleisch und der zunehmenden Wilderei auf ca. 15.000 reduziert.

Das Essen von Yakfleisch ist in der tibetanischen Kultur kein Sakrileg, trotzdem ist das Jagen von Wildyaks gesetzwidrig.

Der Wildyak oder "Drong" lebt in dürren Heiden  in den weit entfernten und unfreundlichen Gebieten des tibetanischen Hochlands und folglich kommt es selten vor, das man einen Wildyak zu Gesicht bekommt.  Einfacher ist es, domestizierte Yaks anzutreffen, aber meistens handelt es sich nicht um richtige Yaks, sondern vielmehr um  "Dzo" oder "Dzopkyo",  eine Kreuzung zwischen einem Yak und einem  "Bos taurus", dem normalen Hausstier.

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Ein domestizierter Yak ist selten größer als 1,50 m und, im Unterschied zum Wildyak, dessen Fell in der Farbe zwischen schwarz und grau variiert, kann der domestizierte Yak auch weiß sein, speziell in den Gebieten um Kokonor in der Quinghai-Provinz oder sogar goldbraun wie die im Gebiet des Bergs Aru lebenden Exemplare.

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Der Yak wird normalerweise Nor genannt, Nor bedeutet Reichtum, da der Besitz eines Mannes nach der Größe seiner Herde bemessen wird. Das Tier ist für die tibetanischen Nomaden derartig wichtig, dass diese jedem Tier einen Namen geben, genau so wie ihren Kindern.

Da der Yak eine so wichtige Rolle in der unablässigen Handelstätigkeit der Nomaden spielt, kümmern die Hirten sich sehr um die Gesundheit und Sicherheit der Tiere.

Die Gebietswechsel der Nomadenklans erfolgen in engem Zusammenhang mit den Notwendigkeiten der Tiere und dem Vorhandensein von guten Weiden drei- bis zu achtmal pro Jahr und garantieren ausreichendes Futter. Die Tiere sind der wirkliche Reichtum der Nomadenfamilien, für die die mit der Viehzucht verbundenen Erzeugnisse eine Garantie für den Lebensunterhalt in den dürren Gegenden darstellen, in denen sie leben.

Der Yak hat mit seiner außergewöhnlichen Struktur und Kraft grundlegend dazu beigetragen, das harte Leben der Drokpa (oder Drogpa) genannten Nomaden im Tibet möglich zu machen, und beide leben in friedlichem Einvernehmen miteinander.

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